WASSERTURM KIEL Umbau und Sanierung eines denkmalgeschützten Wasserturms zu Wohnzwecken

WASSERTURM KIEL
Umbau und Sanierung eines denkmalgeschützten Wasserturms zu Wohnzwecken
ORT            
JAHR           
TEAM   

PARTNER 
FOTOGRAF   
Kiel-Wiek
2020-2022
Inge Mücke, Carolin Schaper, Thilo von Blücher
Joachim Wegener
BSP Architekten
Robert Letsch
ORT:       Kiel-Wiek
JAHR:     2020-2022
TEAM:    Inge Mücke, Carolin Schaper, Thilo von                  Blücher, Joachim Wegener
Partner   BSP Architekten
Fotograf  Jörn Daberkow

Der 1904 erbaute Wasserturm wurde umfassend saniert und oberhalb der dritten Ge- schossebene für Wohnzwecke nutzbar gemacht als Erweiterung der darunter liegenden, bereits 1991 umgenutzten Etagen. Für die neu erschlossenen Bereiche wurde ein denk- malgerechtes Nutzungs- und Umbaukonzept entwickelt, welches sich behutsam in den Bestand einfügt. Hierbei sollten der Wasserbehälter und die vorhandenen Einbauten er- halten bleiben.

Der unverändert vorhandene, genietete Wasserbehälter aus Stahl wurde als zentrales Element in das Raumkonzept eingebunden. Das Eintauchen in das Behältervolumen er- folgt über eine Spindeltreppe. Innerhalb des Wasserbehälters wurden in einem offenen Raumkonzept fünf Aufenthaltsebenen aus unterschiedlich großen Kreissegmenten ver- setzt angeordnet. Diese werden über leicht gekrümmte Treppenläufe an der Behälter- innenwand erschlossen.

Deckungsgleich zu der bestehenden Durchfensterung des Wasserturmes wurden die er- forderlichen Öffnungen für die Rettung im Brandfall, die Belichtung und die Belüftung prä- zise in den Stahlbehälter eingeschnitten.

Das Dachgeschoss mit dem historischen Stahl-Dachstuhl und der von innen sichtbaren Biberschwanzeindeckung wurde für eine rudimentäre Nutzung als überdachter Freisitz mit kleinem Kamin in das Konzept eingebunden. Zwei Fluchtbalkone wurden ohne weiteren Eingriff in den Bestand in zeitgemäßer Architektursprache ergänzt.
Historische Bau- und auch Anlagenteile blieben weitestgehend unverändert erhalten. Ihre Oberflächen wurden mitsamt ihrer Patina lediglich konserviert. Sämtliche neuen Bauteile beschränken sich auf die Materialien Stahl und Eichenholz. Auf deckende Beschichtungen wurde auch hier verzichtet. Die Detailausbildung erfolgte ohne Bruch zum Bestehenden zweckmäßig und klar.
Share by: